Tumult im Tempel
Frisch erschienen in DIE GEMEINDE 02/2026: Mein Artikel „Tumult im Tempel“ über Mat. 21,12-17.
Ein ungewöhnlicher Bibeltext: Jesus schmeißt radikal alle Händler aus dem äußeren Tempelbezirk. Er, der sonst immer Freundlichkeit und Liebe ausstrahlt, mischt aggressiv und zornig den Tempel auf!
Jesus, so kennen wir dich gar nicht!? Was bringt dich so in Rage?
Was dahinter steckt: Jesus beseitigt die Zweckentfremdung des Tempels. Denn: der Tempel war drehte sich um die Eigeninteressen der Etablierten! Jesus führt den Tempel wieder dem eigentlichen Zweck zu. Er schafft Raum für die die Blinden und Lahmen – und das waren eigentlich keine gern gesehenen Gäste. Das waren eben nicht die anvisierten Kunden mit dickem Portmonee. Das waren die, die etwas haben wollten und nichts geben konnten. Und der äußere Tempelbezirk – befreit von Opfertieren und Marktschreiern – füllt sich prompt mit Getrösteten, Ermutigten, Belebten, Hoffnungsvollen.
Wenn Jesus heute im Tempel aufräumen müsste, käme er zu uns. Um den Gedanken zu übertragen: Eine Gemeinde kann nur voll sein von Geheilten, Getrösteten, Ermutigten, Belebten, Hoffnungsvollen, wenn wir vorher die Kranken, Trostbedürftigen, Mutlosen, Lebensmüden und Verzweifelten aufnehmen – und Gott Raum geben, durch uns an ihnen zu handeln!





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